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Bücherschrank Hans Bolek August Ungethüm Möbelfabrik Wien 1913

SKU 1074 , ,

Bücherschrank, Hans Bolek (Entwurf), August Ungethüm (Ausführung), 1913

  • Höhe: 200cm
  • Länge: 40cm
  • Breite: 197.5cm
  • Datierung: 1913
    Epoche: Art Nouveau
    Technik: Tisch: Fichtenkorpus, Sumpfeichenfurnier, schwarz gebeizt und halbmatt politiert; Stuhl: Sumpfeiche, massiv, schwarz gebeiz und halbmatt politiert; Stoff neu bezogen

    Provenienz: Am 06.11.1913 erworben von Freiherr Ottokar Trnka von Laberon, Minister für öffentliche Arbeiten, danach Privatbesitz Österreich.

    Originaler Schlüssel, markiert “A. Ungethüm”

    Lit.: Interieur aus der Winterausstellung 1913/14 im MAK; Fotografie eines Wohnzimmers nach Entwurf Hans Bolek, ausgeführt von August Ungethüm, Möbelfrabrik August Ungethüm, MAK Inv.nr. KI 7905-13 / “Innendekoration: mein Heim mein Stolz”, Heft 25, 1914, S. 110 / “Kunst & Handwerk”, Heft 12, 1913, S. 629 / “Deutsches Volksblatt” 11. November 1913, S. 6 / “Neues Wiener Tagblatt”, 22. November 1913, S. 33 / Jahresbericht 1913 des Österreichisches Museum für Kunst und Industrie (ÖMKI), S. 4.

    Preis auf Anfrage
    SKU 1074 , ,
    Beschreibung

    Die Möbel aus diesem außergewöhnlichen Herrenzimmer wurden von Hans Bolek, einem äußerst talentierten Schüler des legendären Josef Hoffmann, im Jahr 1913 entworfen und in der renommierten Winterausstellung des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie (ÖMKI) 1913/1914, gemeinsam mit einem Wohnzimmer, eindrucksvoll präsentiert. Die meisterhafte handwerkliche Umsetzung erfolgte durch August Ungethüm, der ebenfalls unter Hoffmanns Leitung ausgebildet wurde und für exzellente handwerkliche Qualität bekannt war.

    Internationale Interieur Magazine und Tageszeitungen würdigten das Zimmer damals bereits für seine wegweisende Stilistik und handwerkliche Perfektion, wodurch es weit über die österreichischen Grenzen hinaus Aufmerksamkeit und Anerkennung erhielt. Das gesamte Herrenzimmer wurde am 6. November 1913 durch den damaligen Minister für öffentliche Arbeiten, Freiherr Ottokar Trnka von Laberon, angekauft, was dessen hohe kulturelle und politische Wertschätzung zusätzlich unterstreicht.

    Hans Boleks Schaffen innerhalb seiner Ausbildungszeit umfasst lediglich wenige vollständige Zimmereinrichtungen, was dieses Ensemble zu einem  außerordentlich seltenen und kunsthistorisch bedeutenden Zeugnis des Wiener Jugendstils macht. Die Möbel zeichnen sich durch eine klare, elegante Formgebung aus, die stark von Josef Hoffmanns Stilistik geprägt wurde. Besonders bemerkenswert ist dabei die harmonische Verbindung von streng geometrischen Formen mit fließenden floralen Elementen – zwei scheinbar gegensätzliche Stilrichtungen, die Bolek mit besonderer Sensibilität und Geschicklichkeit in einen ästhetischen Einklang brachte. Diese stilistische Synthese betont das Streben des Wiener Jugendstils nach einer Verbindung von ästhetischer Reinheit, dekorativer Ausdruckskraft und funktionaler Klarheit.

    Das Ensemble besteht aus einem repräsentativen Schreibtisch mit edlen Beschlägen und einem zugehörigen Armlehnstuhl aus massiver Eiche, einer imposanten Schrankvitrine sowie einer stilvollen Tischvitrine oder Humidor. Sämtliche Möbelstücke, bis auf den Stuhl, sind aus massivem Fichtenholz gefertigt und mit hochwertiger Sumpfeichenfurnier belegt. Die Oberflächen wurden sorgfältig gebeizt und mit einer seidenmatten Schellackpolitur vollendet, was ihnen einen dezenten, eleganten Glanz verleiht.

    Ein besonderer Pluspunkt ist die Existenz der originalen Schlüssel, die mit der Firmenbezeichnung „A. Ungethüm“ versehen sind. Besonders eindrucksvoll ist die Schrankvitrine, deren Innenleben mit kostbarem Mahagonifurnier ausgekleidet ist, was der Vitrine eine warme und tiefe Ausstrahlung verleiht. Ein historisches Foto eines Teils dieses Ensembles befindet sich in der renommierten Sammlung des Museums für angewandte Kunst (MAK) in Wien und wurde bereits zu Lebzeiten Boleks in diversen zeitgenössischen Magazinen veröffentlicht. Diese einzigartige Möbelgruppe repräsentiert in höchster Qualität und unvergleichlicher Eleganz den Geist des späten Wiener Jugendstils und steht exemplarisch für diese Zeit an der Wende der stilistischen Epochen.

    Bücherschrank Hans Bolek August Ungethüm Möbelfabrik Wien 1913

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