Junger Kunst eine Bühne geben

Neben unserem klassischen Programm bestehend aus Objekten des Jugendstils und Gemälden des 20. Jahrhunderts, präsentieren wir nun auch zwei junge Wiener Künstler: Leo Mayr und N.D.C.M. Fröhlich.

Leo Mayr

Leo Mayr (1990*) besuchte die Akademie der bildenden Künste in Wien, an der er unter anderem bei Gunter Damisch studierte. Neben zweidimensionaler Kunst kreiert er auch Keramik-Skulpturen, die er mit Ölfarben bemalt. Diese Skulpturen bilden eine Sammlung von Alltagsbeobachtungen und Momentaufnahmen, die mancherorts auch ins Skurrile und Fantastische abrutschen können. In seiner Arbeit beschäftigt sich Leo Mayr mit der Frage nach dem Verhältnis eines Individuums zur Welt und der Menschen zueinander. Sie ist eine künstlerische Betrachtung unserer Gesellschaft, bei der er als Künstler die Funktion eines abstrahierenden Filters einnimmt. Seine Beobachtungen fokussieren sich dabei darauf, wer wir sind und was uns ausmacht.

N.D.C.M. Fröhlich

Nikolaus Dominik Cyril Merlin Fröhlich (1989*), kurz N.D.C.M. , fertigt seit 2011 Collagen aus gefundenen und gesammelten Materialien an. Inspiriert zu seinem künstlerischen Schaffen wurde er von seinen beiden Künstler-Großvätern Josef Pillhofer und Rudolf Polanszky, die ihm bereits als Kind vorlebten, künstlerisch seinen eigenen Weg zu gehen und Werke zu schaffen, die sich klar als eigene Bildsprache positionieren. Der Schwerpunkt seiner gesammelten Materialen zur Weiterverarbeitung liegt bei Modemagazinen aus den 60ern und 70ern sowie alten Fotografien von Großstädten und Tieren. Seine Bilder entstehen ausschließlich in Handarbeit, in einem Zeitraum von 6 Monaten bis zu 2,5 Jahren, da die gefundenen Einzelteile von Größe und Farbe exakt zusammenpassen müssen. Jede seiner Arbeiten versucht entweder ein Gefühl, das er hatte, zu beschreiben, Vergangenes zu bewahren oder eine Geschichte zu erzählen. Es handelt sich bei seinen Auflagen um Motiv-Editionen. Jedes einzelne Bild wird durch das Aufbringen des Blattgoldes durch den Künstler selbst zu einem Unikat.