Vitrine Josef Frank Svenskt Tenn um 1946

SKU 551

Vitrine, Josef Frank, Svenskt Tenn, Modell 2077, Entwurf von 1946

  • Höhe: 171cm
  • Länge: 31cm
  • Breite: 90cm
  • Datierung: 1946 bis 1955
    Epoche: Design
    Technik: Mahagoni, Glas, Spiegelglas, Messing

    Lit.: unter dem Sokkel Brandstempel “Josef Frank SVENSKT TENN”
    Entwurfszeichnung und Abbildung im Ausstellungskatalog “Josef Frank: Architect and Designer”, Christopher Long und Nina Stritzler-Levine, The Bard Center for Studies in Decorative Arts, BCG Yale 1996, S.260-261;Kristina Wängberg-Eriksson & Jan Christer Eriksson, Josef Frank Möbelformgivaren, Carlssons 2014, K 78;
    Christopher Long, Josef Frank: Life and Work, University of Chicago Press 2001, S. 236;
    Monica Boman e.a., Svenska Mobler 1890-1990, Bokforlaget Signum 1991, S. 263

    18.000,00 inkl. MwSt.
    SKU 551
    Beschreibung

    Der Architekt, Designer und Theoretiker Josef Frank wurde 1885 in Österreich geboren. Wie seine Zeitgenossen, Le Corbusier und Walter Gropius, wurde er früh ein Verfechter modernistischer Prinzipien. 1933 emigrierte Frank vor dem Naziregime nach Schweden, wo er permanent ansässig wurde und mit seiner abgemilderten Version des modernden Designs großen Anklang fand. Mehr als dreißig Jahre lang war Frank der renommierteste Designer für die in Stockholm ansässige Firma Svenskt Tenn. Er starb 1967 in Stockholm.

    Immer wieder arbeitete Frank bis 1920 für Projekte Josef Hoffmanns und für die Wiener Werkstätte, etwa das Landhaus Primavesi in Winkelsdorf (1913/14). Auch lehrte er an der Wiener Kunstgewerbeschule von 1919 bis 1925 das Fach Baukonstruktionslehre.
    Auch im Rahmen des Deutschen und Österreichischen Werkbunds arbeiteten Josef Hoffmann und Josef Frank häufig zusammen, etwa an der Werkbundausstellung 1930 und der Errichtung der Wiener Werkbundsiedlung 1932.
    In seinen Bauten bekannte sich Josef Frank zeitlebens zu funktionalen Formen. Dieses Bekenntnis verkörpert diese 1946 entworfene Vitrine zur Perfektion.
    Von vier kreiselartigen Füßen getragen scheint der Vitrinenkorpus auf dem unteren Podest zu schweben. Schmale Holzleisten schließen bündig mit den horizontalen Glasfächern ab und geben so den Blick auf das Innere des Ausstellungsmöbels ungestört preis. Verspiegelter Boden und Rückwand bringen die darin aufbewahrten Objekte perfekt zur Geltung und spiegeln das Innere des Raumes wider.

    Mit dem Mahagoni-Holz und der makellosen Verarbeitung strahlt die Vitrine eine exquisite Eleganz aus, die sich unprätentiös dem eigentlichen Zweck unterordnet und die Zurschaustellung gesammelter Schätze ermöglicht.

    Vitrine Josef Frank Svenskt Tenn um 1946
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