Putten-Jahreszyklus, Michael Powolny, um 1906, markiert
Michael Powolnys Jahreszeiten-Zyklus verbindet allegorische Tradition mit der Formensprache des Wiener Kunstgewerbes um 1900. Die vier Putti verkörpern Frühling, Sommer, Herbst und Winter durch charakteristische Attribute und übersetzen den Naturkreislauf in eine dekorativ-skulpturale Bildsprache.
Powolny zählt zu den prägenden Keramikkünstlern des Wiener Jugendstils und war Mitbegründer der Wiener Keramik. Typisch für sein Werk ist die Verbindung von plastischer Klarheit, keramischer Wirkung und heiterer Stilisierung. Der Zyklus zeigt exemplarisch, wie figürliche Darstellung, Ornament und angewandte Kunst zu einer eigenständigen künstlerischen Einheit verschmelzen.
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