Beistelltisch Thonet um 1913

SKU 1194 ,

Beistelltisch, Thonet, um 1913

  • Höhe: 68.50cm
  • Länge: 80cm
  • Breite: 50cm
  • Datierung: 1913 bis 1913
    Epoche: Jugendstil
    Technik: Buche, gebogen, gebeizt und politiert; Messing, gehämmert ("Hammerschlagdekor") und patiniert

    Original Klebeetikett auf der Unterseite des Tisches

    Bib.: Vgl. Thonet Verkaufskatalog 1913; Vgl. Tischfuß in: Stefan Asenbaum (Hg.) Gebogenes Holz, Konstruktive Entwürfe Wien 1840-1910, Josef Hoffmann Tisch Entwurf um 1901, S. 74.

    Preis auf Anfrage
    SKU 1194 ,
    Beschreibung
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    AUSFÜHRUNG

    Der Name Thonet steht wie kein anderer Firmenname für Wiener Jugendstil-Möbel aus gebogenem Holz. Der „Wiener Kaffeehausstuhl“ aus dem Jahr 1859 mit der Modellnummer 14 hat es als Möbel-Ikone sogar in die Designgeschichte geschafft.

    Michael Thonet (Boppard 1796 – 1871 Wien) begründete die Erfolgsgeschichte der Gebrüder Thonet im Jahr 1842, als die Firma das Patent für die Erzeugung von Bugholz erhielt. Bis in die 1860er Jahre hatten er und seine Söhne faktisch das Monopol auf diese innovative Technik, Holz unter Einwirkung von Wasserdampf zu biegen, um daraus Sessel und andere Einrichtungsgegenstände herzustellen.

    Die Bugholztechnik hatte das europäische Möbeldesign des 19. Jahrhunderts revolutioniert, weil es die Entwicklung vom handwerklichen Tischlerei-Erzeugnis hin zur industriell-seriellen Produktion ermöglichte. Thonet schaffte diesen Sprung von der Manufaktur zur industriellen Serienproduktion unter Einhaltung hoher Qualitätsstandards.
    Ästhetisch am Puls der Zeit beauftragte Thonet namhafte zeitgenössische Architekten mit dem Entwurf der Möbel, so z.B. Otto Wagner, Josef Hoffmann, Marcel Kammerer oder Otto Prutscher.

    Die modernen Einrichtungsobjekte Thonets wurden auf vielen internationalen Ausstellungen in Europa und Übersee präsentiert und wurden vielfach ausgezeichnet. Den großen kommerziellen Erfolg verdankte die Firma auch dem dichten Vertriebsnetz mit Niederlassungen in allen wichtigen europäischen Metropolen.

    Im Jahr 1922 fusionierte Thonet mit der Firma Mundus, die bereits 1914 die Firma J. &. J. Kohn übernommen hatte.

    Einrichtungsgegenstände der Gebrüder Thonet finden sich in Sammlungen wichtiger Museen, so z.B. im Museum für Angewandte Kunst in Wien (MAK) oder im Vitra Design Museum in Weil am Rhein.

    Beistelltisch Thonet um 1913

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